Eine Geburtstagskiste für Ihren Kindergeburtstag - praktisch oder nicht?

Geburtstagskisten sind mir erst in den letzten ein bis zwei Jahren aufgefallen, meist in der Nähe der Kasse beim Einkaufen, lief ich zunehmend im Drogeriemarkt, in unserem kleinen Schreibwarenladen und natürlich bei Toys R Us an den vollen Körben oder Kisten mit Kindernamen und Partydatum darauf. Darin war lauter Spielzeug oder andere Wünsche der Geburtstagskinder, die von den Gästen gewählt und hineingelegt wurden. Bezahlt sind diese natürlich auch von den kleinen Partygästen. Das bedeutet: das Geburtstagskind schreibt vor der Party eine Wunschliste und die Gäste wählen etwas davon aus, was sie dann schenken oder eher in den Korb legen.

Ich habe mich dann gefragt, woher kommt die Idee und ist das nun praktisch oder nimmt es den Überraschungseffekt beim „Auspacken“ der Geschenke? Wer übernimmt denn am Ende das Einpacken oder holt man die Körbe einfach vor dem Termin ab? Mir war also das Konzept als relativ neue Mama völlig neu.

Alternativ zum Korb kannte ich schon die virtuelle Alternative, z.B. die Wunschliste von Amazon. Für mich als Mama eigentlich beides sehr praktisch, schnell erstellt und es wird vermieden, dass man unnützes Zeug geschenkt bekommt bzw. etwas doppelt hat. Andererseits habe ich schon oft festgestellt, dass ich als Mama nicht immer genau einschätzen kann, was sich mein Kind wünscht. Was ich denke, dass er haben will, ist vielleicht etwas, dass ich früher haben wollte oder was ich mir wünsche, womit er spielen soll. Es ist schon oft vorgekommen, dass uns Freunde Geschenke gemacht haben, die ich nie im Leben ausgesucht hätte oder als für meinen Sohn interessant in Erwägung gezogen hätte. Es stellte sich jedoch raus, dass genau diese Geburtstagsgeschenke sich als Hit entpuppten. Also kann es ohne eine Liste oder eine Geschenkekiste, der vorher geplant wird, vorteilhaft sein, da andere Interessen mit solchen „aus dem Raster fallenden“ Geschenken geweckt werden. Schenkt man meinem Sohn z.B. eine Babypuppe mit Kinderwagen, fällt es aus dem Rollenraster, kann ihm aber unglaublich Spaß machen. Selbstgemachte Geschenke kommen dank Liste und Kiste auch nicht in Frage.

Deswegen denke ich, dass die Geschenkekiste oder die Geschenkeliste für Kindergeburtstage erst ab einem gewissen Alter Sinn machen, wenn die Geburtstagskinder Ihre Interessen schon einigermaßen einschätzen oder deutlich machen können. Ich fände es besser, wenn man den Gästen auch die Wahl lässt, ob sie Geschenke in Eigeninitiative oder nach Liste einkaufen möchten. Es ist doch schade für das Geburtstagskind, wenn es am Geburtstag keine Überraschungen mehr erwarten kann. Unsere Prinzessinnen können zwar eine solche Überraschung bieten, aber auspacken und behalten darf man diese nicht;-)

 Welche Erfahrung haben Sie gemacht? Schreiben Sie uns Ihre Meinung zum Geschenkekorb.

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