Eine echte Schnullerfee läutet das Ende der Nuckelzeit ein

Sicherlich haben Sie sich mit der Schnuller-Entwöhnung befasst und kennen die ein oder andere Elternmethode, um das Kind von dem geliebten Schnuller zu entwöhnen. Sie haben das Gefühl  es ist nun langsam Zeit, dass der Nuckel wegkommt oder der Zahnarzt spricht sie darauf an. Als Eltern tut es Ihnen sicher aber auch im Herzen weh, dem Schatz etwas so Geliebtes wegzunehmen. Es ist ein kleiner Lebensabschnitt, der schließlich zu Ende geht, wenn der Schnuller zur Vergangenheit wird. Das ist kein leichter Schritt für Sie und für Ihr Kind ebenso.


Die Geschichte der Schnullerfee soll Eltern und Kindern dabei helfen, diese Herausforderung zu meistern und die Auswirkungen des Abschieds so milde wie möglich ausfallen zu lassen. Wenn Sie also den richtigen Zeitpunkt für die Schnuller-Entwöhnung ausgemacht haben, dann können Sie Ihrem Kind die Geschichte der Schnullerfee erzählen:

 

Die Schnullerfee ist natürlich eine gute Fee, die nach dem Vorbild der amerikanischen Zahnfee entstanden ist. Sie holt z.B. in der Nacht den ihr hingelegten Schnulli (die Schnullisammlung) ab. Am nächsten Morgen ist der Schnuller von der Fee abgeholt worden und im Gegenzug hat die Schnullerfee ein Geschenk dagelassen.
Unserem Sohn war, nach mehrmaligem Besprechen und ausreichend oft erwähnten Vorankündigungen auf das Kommen der Fee und die Konsequenzen der Schnulli-Mitnahme, besonders wichtig, dass das die Fee ein möglichst großes, tolles Geschenk bringt. Sein Argument, man gibt schließlich etwas sehr besonderes dafür auf, konnte ich gut nachvollziehen und fand es auch berechtigt. Die Investition auf Elternseite sollte sich lohnen und der Erfolg sollte sichergestellt werden.


Als der dritte Geburtstag sich näherte, haben wir das Thema groß werden im Allgemeinen und Schnuller abgeben immer wieder besprochen und erklärt, dass die Schnullerfee mit den Schnullis in den Himmel fliegt und diese an kleine Babys verteilt, die den Nuckel viel dringender brauchen als er. Unser kleiner Mann gab bei den Besprechungen immer sein Einverständnis zu dieser Version und demonstrierte keinen übergroßen Protest. Als der Tag dann kam, fand er sein Geschenk super, die Freude war riesig. Wir hatten es geschafft. Die Auswirkungen der Entwöhnung waren erst, wie schon erwartet abends zu spüren, denn zum Schlafen war der Schnulli bisher unentbehrlich.


Wir versuchten so wenig wie möglich auf sein Jammern einzugehen und einfach zu trösten mit der wiederholten Schilderung der Geschichte von der Fee, einem Lied und besonderen Streicheleinheiten. Es hat ihm auch geholfen etwas zu trinken. Natürlich hat das Einschlafen dann fast doppelt so lange gedauert, wie vorher mit Schnulli. Das schien das Opfer zu sein, dass wir als Eltern bringen mussten. Nun gut, solange es klappt. Noch ca. 2- 3 Tage fragte der kleine Mann beim Einschlafen und anderen Situationen, ob er den Schnulli wieder haben könnte. Je weniger wir dazu sagten, desto besser schien er damit fertig zu werden. Der Schnulli ist weg, die Fee war da. Immer und immer wieder. Es half, er fragt ab und an noch Monate später mal nach dem Schnulli, wenn er sich weh tut oder getröstet werden muss. Aber schnell stellt er selber fest, wie unwahrscheinlich die Wiederkehr der Nuckelzeit ist.


Geschichten sind schön, eine reale Schnullerfee aber viel überzeugender
Da die Fee aber als Geschichte bei manchen Kindern nicht den Erfolg bei der Entwöhnung bringt, da sie nicht so „glaubwürdig“ ist, fragte uns eine Mama eines Tages ob unsere Prinzessinnen nicht in die Rolle der Schnullerfee schlüpfen könnten. Natürlich haben wir die Idee gerne aufgenommen und uns auf den Weg gemacht. Es ist schon fast einleuchtend, dass der echte Besuch einer Schnullerfee, einen bleibenden Eindruck hinterlässt und für die Kinder nicht so surreal wirkt.


Prinzessin Helen schlüpfe also gerne in die Rolle und „flog“ zu den Zwillingen, die durch die reale Schnullerfee zur Schnullerabgabe bewegt werden sollten. „Die Kinder waren geflasht, total sprachlos“, berichtet Helen. Die Zwillinge reichten ihr alle Schnuller hin und schienen großen Respekt vor der Person und der Situation zu haben. Wichtig war uns, dass die Schnullerfee ein einfühlsamer, positiver und verständnisvoller Charakter ist und die Kinder ihr gerne ihre Nuckel abgeben. Helen war sehr gerührt von der Bereitschaft der Kinder und über ihr gebrachtes Opfer. Gerne erfüllen wir kleinen Kindern und Eltern den Wunsch diesen Abschnitt möglichst schonend und eindrucksvoll zu meistern. Welchen Weg auch immer Sie wählen, wir wünschen viel Kraft und Durchhaltevermögen und vor allen Verständnis für das große Opfer, das ihr Kind da bringt.

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